Swiss Nightlife Award Nominee Kellerkind über Drogen, Afterhours und Groupies

People - 23. Januar 2014

KELLERKIND-SWISS-NIGHTLIFE-AWARDElectronica-DJ Kellerkind hat im Februar die Chance eine Swiss Nightlife Award Eule abzustauben. usgang.ch wollte von ihm wissen, welche Underground-Klischees tatsächlich zutreffen.

Hinter dem Pseudonym «Kellerkind» steckt der 33-jährige Solothurner Marco Biagini, der den Stereotypen eines DJs so gar nicht zu bedienen scheint. Der Italoschweizer ist ein eher ruhiger Mensch, seit vielen Jahren in einer Beziehung und feiert keine ausschweifenden Afterhour-Partys. Obwohl Kellerkind auf Oliver Koletzkis Berliner «Stil vor Talent» Label released und sich mit Tracks wie «Disco On The Dancefloor», «Bergluft» oder «I Know» eine beachtliche Fangemeinde geschaffen hat, arbeitet er nach wie vor als Informatiker: «Ich möchte, dass die Musik Ausgleich und Leidenschaft bleibt. So muss ich nichts und habe weiterhin die Freiheit, nur die Gigs anzunehmen, die ich wirklich spielen möchte».

Momentan ist der DJ und Produzent unter den Top 10 Nominierten des SNA 2013. «Ich bin happy, denn so eine Nominierung bedeutet natürlich eine gewisse Anerkennung für meine Arbeit.» Bis Ende Jahr kann man auf www.swissnighlifeaward.com noch für seine Favoriten voten.

Wir wollten von Kellerkind wissen, was er von den Klischees hält, die sich um die Underground-Szene ranken.

 

 

DROGEN – Klischee: in der Underground-Szene werden am meisten Partydrogen konsumiert

drogenKellerkind: Dass in der Technoszene viele Drogen konsumiert werden, ist nicht zu bestreiten. Meiner Meinung nach soll jeder tun und lassen was er will. Im Fokus sollte aber immer die Musik stehen. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn Leute nur in Clubs gehen, um sich abzuschiessen. Aber hey, fast überall gibt es Drogenkonsum, sogar bei Ärzten im Spital oder in anderen Szenen, die mit Techno überhaupt nichts am Hut haben.

 

 

AFTERHOURS – Klischee: Underground-Partys dauern am längsten

afterhourKellerkind: Am Weekend kann man wirklich zu jeder Zeit an irgend ‘ne Party. Aber ganz ehrlich: Nur eine Minderheit feiert von Freitag bis Sonntag durch. Ich kenne viele Leute, die sonntagmorgens aufstehen und sich zu ‘ner Afterhour aufmachen. Im Club gibts aber manchmal schon Gestalten, bei denen man denkt: oh-oh, du würdest dich auch besser mal ausruhen (lacht).

 

 

 GROUPIES – Klischee: Underground-DJs haben weniger Groupies als andere Musiker

Tiësto-GroupiesKellerkind: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das stimmt. Ich habe schon das Gefühl, das sich Männer wie Frauen in Electronica-Clubs vor allem auf die Musik konzentrieren und weniger darauf, wer sie spielt. Den Leuten geht es um den Sound, weniger um den Schein. 

 

 

 
 

HIPSTERS – Klischee: In Underground-Locations regiert der Hipster-Style

Hipster-

Kellerkind: Es war schon immer so, dass sich Musik und Mode gegenseitig beeinflusst haben. In Clubs spielt das Visuelle ja auch immer eine Rolle – das beginnt bei den Grafiken und Visuals, die zur Musik laufen und findet dann oft auch einen Weg in die Mode. Ich habe sogar selber ein Hipster-Turnsäckli (lacht) – unser Plattenlabel produziert solche als Gadget. Ich transportiere da jeweils meinen USB-Stick und den Kopfhörer drin.

 

 

VOTE AUCH DU NOCH BIS AM 31.12.2013 FÜR DEINE NIGHTLIFE-FAVORITEN AUF WWW.SWISSNIGHTLIFEAWARD.COM

 

 

Video: Kellerkind – I Know

 

 

Bildquellen: kleiderkreisel.de, jetzt.sueddeutsche.de, en.wikipedia.org, digitaldjtips.com

 

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